Finasterid gegen Haarausfall

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Können Mittel mit Finasterid gegen Haarausfall helfen?

Gegen Haarausfall

Haarausfall ist eines der häufigsten Probleme weltweit. Ein Drittel der Bevölkerung betroffen. Jeder verliert jeden Tag 100 Haarstände. Es ist ein natürliches Phänomen; Es kann viele Ursachen geben, darunter Mineralstoffmangel, Medikamente, Stress, Umweltverschmutzung und Genetik. Es gibt verschiedene Ursachen für den Haarausfall. Eine Ursache ist, dass im zunehmendem Alter die Haare an Volumen und Dicke verlieren. In einigen Fällen ist dünner werdendes Haar mit Ernährung, Nährstoffmangel oder erblichem Haarausfall verbunden.

In den meisten Fällen ist das Ausdünnen der Haare nicht mit allgemeinen Gesundheitsbedenken verbunden.

Viele Menschen verletzt es am Selbstwertgefühl und bringt sie dazu, Geld auf fast alles zu werfen, um ihre Haare zu wieder wachsen zu sehen. Viele denken gleich an Krankheit bei Haarausfall. Es ist so, dass jeder mit zunehmendem Alter Haarausfall hat. Jedem passiert es im Laufe seines Lebens, es ist nur eine Frage, in welchem ​​Alter? und wie schnell es passiert!

Finasterid ist als Arzneistoff bei beginender Prostatahyperplasie (BPH) und bei androgen bedingten Haarausfall (androgenetische Alopezie, AGA) eingesetzt wird. Finasterid unterliegt in Deutschland, Österreich und der Schweiz der ärztlichen Verschreibungspflicht. Der umstrittene Wirkstoff wird in der Dosierung 5 mg gegen beginnende Prostatahyperplasie und als Tabletten mit gegen androgen bedingten Haarausfall angeboten.

Auch Öko-Test hat sich mit dem Thema Haarausfall beschäftigt und kann an der Mehrzahl der Produkte "kein gutes Haar lassen". Von den Arzneimitteln schneiden lediglich die Finasterid-haltigen, nur zur Anwendung bei Männern zugelassenen, rezeptpflichtigen Präparate mit "gut" ab. Die Nutzenbelege aller Nicht-Arzneimittel reichten nach Ansicht von Öko-Test hingegen nicht aus, um eine Anwendung bei Haarausfall zu rechtfertigen.

Quelle: Mittel gegen Haarausfall - Kahlauer. Öko-Test April 2010

Wirkt Finasterid gegen Haarausfall?

Nach dem aktuellen Kenntnisstand der Forschung reagieren bestimmte Haarfollikel auf DHT mit der Reduzierung der Anagenphase (Wachstumsphase). Diese Empfindlichkeit der Haarfollikel ist erblich. Finasterid hemmt hierbei die Umwandlung von Testosteron in DHT. Die Haarfollikel können dann mit einer Verlängerung der Anagenphase reagieren. Ist der Haarfollikel jedoch kaum noch aktiv, kann meistens nichts mehr erreicht werden. Finasterid muss solange genommen werden, wie der Mann seine Haare behalten möchte. Dadurch verschiebt Finasterid den Beginn des androgenetischen Haarausfalls des Mannes in spätere Jahre. Wird die Behandlung unterbrochen, erhöht sich der DHT-Spiegel im Blut und auch die nachgewachsenen Haarfollikel können wieder ausfallen. Erste Erfolge können erst ab einer Einnahmedauer von 3–6 Monaten beobachtet werden.

Ernste Nebenwirkungen von Finasterid

Als Nebenwirkungen von Finasterid traten bei niedriger Dosierung mit 1 mg pro Tag gelegentlich, bei höherer Dosierung mit 5 mg pro Tag hingegen häufig eine verminderte Libido und Potenzstörungen (erektile Dysfunktion, vermindertes Ejakulatvolumen) auf. Diese verschwinden nach Beendigung der Therapie nicht immer vollständig. Vereinzelt berichten Patienten von einem Fortbestehen der erektilen Dysfunktion nach Absetzen einer Therapie mit Finasterid. Ebenfalls vereinzelt wurden Hodenschmerzen und Infertilität, gelegentlich depressive Verstimmungen berichtet.

20 Jahre nach Zulassung des Haarwuchsmittels reagierten nun auch die Hersteller. In einem sogenannten Rote-Hand-Brief räumten die Pharmafirmen im Sommer vergangenen Jahres mögliche Probleme unter Finasterid ein. Zum Beispiel: Sexualstörungen, Depressionen, Suizidgedanken oder Angst. Die sexuellen Probleme, so geben die Hersteller zu, könnten sogar: "auch nach Absetzen der Therapie länger als zehn Jahre fortbestehen".

In einer 2009 von der britischen Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA) veröffentlichten Studie wurde eine erhöhte Inzidenz von Brustkrebs festgestellt. Der mögliche Zusammenhang von Brustkrebs mit der Einnahme von Finasterid war dabei nicht signifikant, kann jedoch laut MHRA aber auch nicht ausgeschlossen werden.

Finasterid nicht einnehmen dürfen Frauen und Personen unter 18 Jahren sowie Patienten mit häufiger Harnentleerung. Während der Schwangerschaft eingenommenes Finasterid führt zu Fehlbildungen der äußeren Geschlechtsorgane männlicher Föten. Daher gilt für Frauen, die schwanger oder möglicherweise schwanger sind, jeglichen Kontakt mit dieser Substanz zu vermeiden.

Quelle Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Finasterid

Medikament Gegen Haarausfall - Finasterid: Tote Hose statt kahlem Kopf?

"Ich habe seitdem kein Leben mehr", sagt Martin. Er griff mit Anfang 20 zu einem Haarwuchsmittel. Die Pille sollte die beginnende Glatze aufhalten, doch mit den starken Nebenwirkungen hat er nicht gerechnet. "Völlige Antriebslosigkeit. Es habe mit Erschöpfungszuständen angefangen und driftete in Depressionen ab", sagt Martin, der seinen richtigen Namen aus Scham nicht veröffentlichen möchte. Später kamen Artikulationsstörungen, Gedächtnis- und sexuelle Probleme hinzu. "Das kannte ich vorher so nicht."
Zitat: https://www.mdr.de/nachrichten/panorama/haarwuchsmittel-finasterid-depression-gesundheitsprobleme-100.html

Statistisch gesehen leiden mehr Männer als Frauen unter Haarausfall. Wer davon betroffen ist, verliert oftmals gleichzeitig ein großes Stück an Lebensqualität.  Mehr als die Hälfte der über 50jährigen Männer leidet unter erblichen Haarausfall, jeder Dritte zeigt bereits in jungen Jahren erste Symptome. Ein bei Glatzenträgern verbreitetes Gerücht sieht die Schuld dafür im männlichen Geschlechtshormon Testosteron. Tatsächlich besitzen jedoch Sean Connery 8ok, der evtl. ja ;)), Heiner Lauterbach oder André Agassi nicht mehr Testosteron im Körper, als ihre behaarten Genossen. Denn nicht das Geschlechtshormon selbst, sondern eine vererbte Empfindlichkeit der Haarwurzel kostet sie die Haarpracht. Die Haarwurzeln sind genetisch so gepolt, dass die Haare auch bei einem durchschnittlichen Hormonspiegel frühzeitig ausfallen würden.

Schleichende Veränderung an den Haarwurzeln

Das Testosteron, oder genauer sein Abbauprodukt Dihydrotestosteron (DHT) wirkt an empfindlichen Haarwurzeln als Auslöser für eine schleichende Veränderung: Die Wurzel schrumpft allmählich auf einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Größe, anstelle eines normalen Kopfhaares bildet sie jetzt ein weiches, blasses Flaumhaar. Schließlich fällt auch dieses Haar aus - was bleibt, ist eine kahle Stelle.

Beim Mann beginnt diese Degeneration der Haarwurzeln seitlich am vorderen Haaransatz (-Geheimratsecken) und zentral am oberen Hinterkopf. Spätestens wenn beide Kahlschläge ineinander übergehen, wird jeder Versuch, dieses zu kaschieren, zwecklos. Als Trost bleibt selbst bei vollständiger Glatzenbildung ein schmaler Haarkranz am Hinterkopf. Frauen, die seltener unter erblichem Haarausfall leiden, zeigen ein anderes Muster: Bei ihnen beginnt die Auflichtung in der Scheitelregion, während am vorderen Haaransatz ein mehrere Zentimeter breiter Saum verbleibt.

Fazit

Haarausfall ist ein sehr weit verbreitetes Problem, unter dem nicht nur Männer leiden. Sie müssen den Verlust der Haare keineswegs ohne Weiteres akzeptieren. Über eine Behandlung mit den geeigneten Mittel können Sie frühzeitig etwas gegen Haarausfall unternehmen. Sie können Ihrem Haarausfall gezielt vorbeugen oder spezifische Präparate einnehmen, um den Verlust Ihrer Haare einzudämmen. Präparate, die Finasterid  enthalten, sind allerdings aufgrund der zahlreichen Nebenwirkungen nur bei einer kontrollierten Einnahme durch einen Arzt zu empfehlen.

Wir alle wünschen uns kräftige, volle und gesunde Haare, das gilt sowohl für Frauen, als auch für Männer. Schönes, gesundes Haar leistet einen wesentlichen Beitrag zu unserer Attraktivität und stärkt das Selbstbewusstsein.

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